....das ist die Devise der Ernsthäuser "Aktiven Störche"

Text und Bilder: Armin Köhler

Nachdem am 23.2.2013 ein Storchenmast, durch die Initiative von Hans-Jörg Hellwig, auf dem Acker von Konrad Weisheit,

im Wohratal errichtet wurde, bedurfte es dringend einer Sanierung, des doch durch Wind und Wetter, stark in Mitleidenschaft gezogenen Nestes. Nachdem schon elf Tage nach der Errichtung des Mastes im Jahre 2013, der erste Storch darauf zu sehen war, war man sich sicher, dass das Projekt ein voller Erfolg werden würde. Das war Anfangs auch so, denn ein Storchenpaar brütete 2013 darauf. Aus unerklärlichen Gründen, vielleicht aber auch weil der männliche Storch zu jung war, gaben sie die Brut auf. In den folgenden Jahren wurde zwar immer wieder mal ein Storch auf dem Masten gesehen, jedoch erfolgte keine Brut. Deshalb machten sich, auf Anregung von Konrad Weisheit, der schon bereits im Vorfeld für das Baumaterial, in Form von Weidenruten gesorgt hatte, vier Ernsthäuser Storchenliebhaber daran, das Nest zu renovieren. Nachdem das Gerüst von Hilmar Schleiter auf das Gespann von Konrad Weisheit aufgeladen war, ging die Arbeit sogleich vor Ort los und da mit Hilmar Schleiter und Herrmann Kuhn zwei erfahrene Gerüstbauer dabei waren, ging die Arbeit schnell voran, sodass ich selbst nur für das "Bodenpersonal" und für´s fotografieren zuständig war. Nachdem die Männer das Gerüst zügig gestellt hatten, gab es eine Überraschung am Himmel zu sehen. Denn drei Weißstörche flogen fast über den Brutmasten und drehten aber leider Richtung Ernsthausen ab. Konrad Weisheit winkte den Dreien noch zu, sie mögen doch herkommen, aber diesen Gefallen taten sie ihm nicht. Hilmar Schleiter fuhr danach mit seinem PKW nach Ernsthausen um das benötigte Baumaterial zu holen. Er kam wieder mit einem Dachgepäckträger voller Weidenruten, die sogleich an Ort und Stelle verarbeitet wurden. Wobei Walter Müller durch festtreten des Nistmaterials, der erste "Ernsthäuser Storch", im frisch renovierten Nest war. Es wurden noch ein paar weiße Farbspritzer rundherum verteilt, um den zukünftigen Bewohnern vorzugaukeln, dass das Nest schon einmal bewohnt war und es somit attraktiver für Störche zu machen. Es bleibt die Hoffnung, dass durch die Arbeit von den Storchenliebhabern, Konrad Weisheit, Walter Müller, Herrmann Kuhn und Hillmar Schleiter, doch noch vielleicht in diesem Jahr ein Storchenpaar im Wohratal brütet. Man sieht an dieser Aktion, zu der es nicht viel mehr, wie eine Absprache,Material und guten Willen benötigt, dass man in kürzester Zeit den Weißstörchen im Wohratal helfen und vielleicht sogar zu einem Bruterfolg beitragen  kann. Konrad Weisheit hat übrigens auch in ausreichendem Abstand zum Storchennest, eine schöne "Storchenbank", sowie eine Infotafel errichtet, sodass dieser schöne, ruhige Platz an der Wohra auch von vielen Radfahrern und Spaziergängern zur Rast genutzt wird. Sollte sich demnächst ein Storch auf dem Masten blicken lassen, so bitte ich um ausreichend  Ruhe, Abstand und Hunde angeleint zu lassen. Ich wünsche dem Projekt viel Erfolg und bedanke mich bei den vier "Ernsthäuser " Störchen.