Fischadler verfing sich in einem Schutznetz

Nachdem sich ein auf dem Durchzug befindlicher Fischadler (Pandion haliaetus) in einem Schutznetz eines Fischzüchters verfangen hatte,

musste er befreit und medizinisch versorgt werden. (Siehe OP-Artikel vom 09.04.2018) Danach wurde er zur weiteren Pflege in die Obhut der Wildvogelhilfe von Moira Behn gegeben. Insbesondere sollte hier die weitere Genesung in einer größeren Voiliere kontrolliert und beurteilt werden. Die Hoffnung war, den Vogel nach kurzer Genesungszeit wieder hier in der Nähe seiner Fundstelle auswildern zu können. Der Vogel machte gute Fortschritte, wird jedoch noch länger seine Flugfähigkeit trainieren müssen. Es wurde deshalb entschieden, ihn in ein Wildgehege nach Niedersachsen zu bringen. Dort hat man sich auf die Pflege und Auswilderung von Fischadlern spezialisiert und eigens dafür große runde Flugvoilieren gebaut. Wir wünschen ihm alles Gute.
Wir berichten erst jetzt über die Aufnahme des Fischadlers, da wir vermeiden wollten, dass ein "Besichtigungstourismus" entsteht, zumal der Vogel absolute Ruhe benötigte. Aktuell hat sich der Zustand des Vogels deutlich verbessert und er konnte somit nach Niedersachsen verlegt werden. Nach Einschätzung des behandelnden Tierarztes von der Geflügelklinik Giessen, wird er sich sehr wahrscheinlich wieder vollständig erholen.